Baden-Württembergischer Kidscup am
30. März 2019
im DAV-Kletter- und Boulderzentrum Stuttgart

Bericht


Kidscup

Mit fast 140 Startern gab es in Stuttgart erneut einen Teilnehmerrekord für die Baden-Württemberg Cups. Das Organisationsteam um Angelika Drucks und Michael Müller hatte sich auf den Ansturm gut vorbereitet und konnte trotz Problemen einiger Teilnehmer beim Anmelden alles jederzeit im Griff behalten.

Beim Kids-Cup gab es für die Teilnehmer 10 „Probleme“ im Bouldern, Schwierigkeits- und Speedklettern zu lösen. Ziel des Wettkampfes war es, Kindern auf spielerische Art erste Wettkampferfahrung zu vermitteln. Zwei Boulderprobleme waren „klassische“ Klettereien an relativ guten Griffen und konnten von fast allen Teilnehmern gelöst werden. Für beide Altersklassen gab es dazu je einen "ungewöhnlichen" Boulder. Ein Boulder bestand aus einer als Modul verbauten Wippe. Die Griffe und vor allem Tritte waren umfunktionierte Auto- und Motorradreifen. Bei diesem Boulder ging es vor allem um Spaß, aber auch Geschicklichkeit und Gleichgewichtssinn waren gefragt. Der ungewöhnliche Boulder für die andere Altersklasse war der geboulderte "Heiße Draht". Wie bei dem beliebten Kinderspiel musste während des Kletterns ein Griff mit entsprechender Kelle (der aussah wie eine Fliegenpatsche) über ein Kupferrohr geführt werden. Nur wer das ohne die Klingel auszulösen schaffte, konnte die volle Punktzahl bekommen.

Beim Boulder des Hauptsponsors Mammut wurde an kleinen und großen Mammuts zunächst auf ein größeres Modul geklettert, um dann an einem "Rüssel", der an der Decke befestigt war, auf die Zielmarkierung der Bouldermatte zu schwingen. So wurden typische Bewegungen des Parcours, die immer mehr Einzug in den Bouldersport halten, abgefragt, ohne dass man sich dabei weh tun konnte. Alle anderen Boulder waren dann "Probleme" wie bei den Wettkämpfen der Erwachsenen. Weil die Teilnehmer zum Teil extrem stark sind, mussten hier schon richtig schwere Boulder bewältigt werden.

Beim Schwierigkeitsklettern gab es Routen in den Graden 3, 6-, 7 und 8. Die Routen wurden so geschraubt, dass sie im oberen Teil deutlich „anzogen“, damit alle Teilnehmer zumindest einen Teil der Route klettern konnten. 1 bis 10 Punkte je nach Erreichen unterschiedlicher „Höhenzonen“ konnten die Teilnehmer dafür sammeln. Es war beeindruckend, wie gut die Kinder die Boulder und Routen meisterten und das Publikum zeigte sich begeistert. In der vollen Halle wurden die Teilnehmer oft lautstark unterstützt.

Das Schrauben der Boulder und Schwierigkeitsrouten war eine große Herausforderung, da in dieser Altersklasse die Körpergrößen und Leistungsfähigkeit sehr unterschiedlich sind. So sollte es für alle eine positive Erfahrung werden und den Besten trotzdem eine Herausforderung bieten. "Chefschrauber" Alexander Hille und sein Team haben diese Aufgabe super gelöst. In allen Routen und Bouldern konnte die maximale Punktzahl erreicht werden - wie geplant bei den Schwierigen nur von wenigen. Genau das war das Ziel der Routenbauer um ein faires Wettkampfergebnis zu erzielen.

In der Vergangenheit wurden die Kidscups oft über die Zeit im Speed entschieden. Mit der neuen Regel, im Bouldern zwei Zonen zu definieren, um die Boulder etwas schwieriger machen zu können, ist jetzt das Ergebnis nicht mehr nur von einer Disziplin abhängig.

Kleiner Wehrmutstropfen war wieder einmal die Zeit. Leider gibt es immer wieder Stau an einzelnen Routen, weil alle gerne die gleiche Reihenfolge der Routen machen möchten. Das führt dazu, dass an manchen Routen Leerlauf ist - und sich zum Ende der Veranstaltung alles an einer Route staut. Da es ein 4 Stunden Zeitlimit gibt, führt das dazu, dass manche dann in der letzten Route nicht mehr dran kommen. Eine vermeidbare Enttäuschung, da rechnerisch die Zeit bei besserer Wahl der Reihenfolge ausreicht. Hier sind Organisatoren, Trainer und Eltern gefragt, die Kinder in der Zukunft noch besser anzuleiten.

Resüme

Motivierte Betreuer und Eltern, spannend geschraubte Boulder und Routen sowie unglaublich tolle Helfer. Logisch, dass die Veranstalter vom Landesverband Baden-Württemberg sowie die DAV-Sektionen Schwaben und Stuttgart zufrieden mit der Veranstaltung waren.

Danke!

Die Sektionen Schwaben und Stuttgart des DAV waren zum 12. Mal gemeinsame Ausrichter eines Wettkampfes im Kletterzentrum. Ohne finanzielle und ideelle Unterstützung ist die Durchführung einer solch großen Veranstaltung unmöglich. Viele Ehrenamtliche engagierten sich vor und während der Veranstaltung. Darüber hinaus unterstützten viele Firmen die Veranstaltung. Ihnen - und ganz besonders der Fa. Mammut mit den genialen Preisen - gilt unser ganz herzlicher Dank.

Georg Hoffmann
Rocca GmbH
Betreibergesellschaft DAV-Kletterzentrum Stuttgart.

Ergebnisse:


PDF der Ergebnisse vom: Kidscup Stuttgart

Die offiziellen Ergebnisse sowie die Gesamtwertung auf der Wettkampfseite des Landesverbandes >> gibt es hier

Sponsoren

Ganz herzlichen Dank den Sponsoren ohne deren Engagement diese Veranstaltung nicht möglich wäre.
Die Sponsoren der Veranstaltung:

Vorberichtsseite:

Auf der Vorberichtsseite gibt es alle Informationen zum Nachlesen, Zeitplan u.v.m.


Hier geht es zur >> Vorberichtsseite

 
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